Morgenstund hat Gold im Mund

Es wird gestreckt, gedehnt, geschüttelt, gehüpft und gekreist. Am frühen morgen scheinen Singapurs Parks den Alten (Chinesen) zu gehören. Wenn die Sonne noch nicht die volle Kraft entwickelt hat, wenn einem noch ein angenehmes Lüftchen umstreicht und die Wildschweine ihre nächtlichen Wühl-Aktivitäten auf der Wiese beendet haben, dann gehört der Park den Menschen – na ja, und den Affen. Bewaffnet mit einer Hanf Yogamatte (ohne THC) schlendere ich an einer Gruppe von junggebliebenen Alten, welche im Takt ihre Füsse schütteln vorbei, an Spaziergängern welche wie wild ihre weit ausgestreckten Arme kreisen, an Greisen welche so langsam joggen, das sie sogar von einem Faultier überholt werden würden, an Menschen welche, aus mir unerfindlichen Gründen laut in die Hände klatschen und an solchen welche tief in ihr Tai Chi versunken sind. Wenn man sie anlächelt huscht ein kurzes Strahlen über ihre Gesichter. Aber das Schönste ist, dass es hier niemanden gibt der den anderen dumm anschaut, der die Machenschaften des anderen skeptisch oder wertend beäugt, es gibt kein Nase rümpfen. Nein, jeder beginnt einfach nur auf seine Weise den Tag.
Und so fällt es auch mir leicht, im Schatten eines grossen Baums meine Matte auszurollen und eine lange wohltuende Praxis zu geniessen.
Morgenstund hat Gold im Mund. Das goldene Sünneli treibt auch mich zur Zeit schon um 9 an den Skilift. Allerdings ist hier die Morgenbrise eher kalt. Und als Helmless schauen mich die Leute komisch an.
Super Krähe. Der Affe braucht noch Lektionen bei Yoga Breeze.
Fast so wie ich 😛
wow – hammer. genau dies Ding, gell?